Ätherische Öle

Den Feiertagstrubel mit Hilfe ätherischer Öle bewältigen (Teil II)

In meinem letzten Blogeintrag habe ich über die wundervoll-stressige Zeit vor und an Weihnachten erzählt und was diese bisher mit mir und Greta gemacht hat.  Bis ich letztes Jahr auf dem Hundeweihnachtsmarkt in Hamburg diese wundervollen Zauberöle kennen gelernt habe, die mein Leben und das meines Hundes bis heute nachhaltig verändert haben.

…ich habe also auf dem Hundeweihnachtsmarkt eine Dame kennen gelernt, die meinem stark geruchsorientierten Hund ein Öl unter die Nase hielt. Und was soll ich sagen? Mein Hund wollte die Nase gar nicht mehr von dem Fläschchen nehmen. Entgegen meiner Vermutung, dass in das Fläschchen Leberwurst gefüllt wurde, roch ich einen Mix aus verschiedenen ätherischen Ölen. Es war erdig und blumig zugleich und machte unmittelbar etwas mit mir. Dem Trubel des Weihnachtsmarktes und seiner Gäste plötzlich entflohen, versank ich schnuppern im Gespräch und war völlig entspannt. Irgendwann löste ich mich wieder und schaute auf meinen Hibbeligen-Kontrollfreak-Hund herab.Er lag, etwas auf die Seite gedreht,schlafend zu meinem Füßen. In der Öffentlichkeit! Ich schaute genau nach, ob nicht jemand während ich im Gespräch versunken war, meinen Hund gegen einen anderen austauschte, aber nein, das war meine Greta. Das Öl wirkte nicht nur direkt bei mir, sondern auch bei ihr beruhigend. Und dadurch das ich selbst viel entspannter war, half ihr das doppelt.

Aber was sind ätherische Öle überhaupt und wie wirken sie?

Ätherische Öle sind eine durch Destillation von Pflanzenteilen gewonnene Substanz. Sie sind quasi das Immunsystem der Pflanze und haben eine ähnliche Aufgabe wie das Blut in Menschen und Tieren. Sie schützen den Organismus vor Erregern, beinhalten hormonähnliche Substanzen und leiten Prozesse der Regeneration ein. Ätherische Öle können den Körper zur Ausschüttung von Antikörpern, Enzymen, Hormonen, Neurotransmittern und Endorphinen anregen. Sie können also sowohl körperlich, als auch emotional wirken. Durch ihre botenstoffähnlichen Eigenschaften beeinflussen sie unsere Stimmungslage. Sie wirkend ausgleichend und regulierend, je nach Öl aber auch anregend.

Gerüche sind Sinneswahrnehmungen, die nicht durch den Thalamus* gefiltert werden, sondern direkt in das Limbische System gelangen. Das Limbische System ist eine Region im Gehirn, die unter anderem für unsere Emotionen und Erinnerungen zuständig ist.

Wer kennt ihn nicht: dieser eine Geruch, der uns sofort in die Kindheit versetzt?

Genau so ist es auch bei unseren Hunden. Und das können wir uns zu Nutze machen. Größere Firmen haben das schon lange erkannt  und bieten verschiedene synthetische Geruchsstoffe an, die dem Geruch der Mutterhündin nachempfunden sein sollen. Dies soll ein Wohlgefühl bei Hunden auslösen und ihnen Ruhe vermitteln. Ich kann aus Erfahrung sprechen: Ich habe sie alle probiert. Alle. Egal von welcher Marke, egal wie teuer, mein Hibbel-Schäferhund blieb ein Hibbel-Schäferhund. Deshalb war ich ätherischen Ölen gegenüber auch erstmal skeptisch. Was soll schon so ein Öl können, was die Chemie nicht kann? Dachte ich, bis Greta mir so völlig entspannt vor den Füßen lag – mitten auf dem Weihnachtsmarkt.

Und nun möchte ich dir erklären, wie auch du dich und deinen Hund mit ätherischen Ölen unterstützen kannst.

Anwendung

Zu erst einmal eine ganz klare Regel: Für den Hund darf niemals eine Geruchsbelästigung stattfinden!

Der Hund riecht etwa eine Millionen mal besser als der Mensch und auch das Riechhirn ist im Vergleich zum Menschen riesig. 10 Prozent des Gehirns des Hundes sind dafür zuständig. Beim Menschen ist es nur 1 Prozent.

Also gib deinem Hund immer die Möglichkeit, sich vom Geruch des ätherischen Öls weg bewegen zu können.

Auch solltest du darauf achten, dass du ein ätherisches Öl verwendest, das nach therapeutischem Standard erzeugt wurde und wirklich aus 100 % reinen ätherischen Öles besteht. Denn nur dann kannst du dir sicher sein, dass es keinerlei synthetische und minderwertige Materialien enthält. Leider weisen nur 2 % der weltweit hergestellten ätherischen Öle diese höchste Qualität auf. Du musst also wirklich genau hinschauen. Hast du aber so ein Öl gefunden, kannst du es unbesorgt bei deinem Tier anwenden und brauchst nur noch auf die Dosierung zu achten. Im Gegensatz zu synthetischen Ölen wirken diese nämlich nicht toxisch.

Nun aber endlich zu der Anwendung: Du kannst ein paar wenige Tropfen des ätherischen Öls auf die Decke deines Hundes tropfen, du kannst es ihm einmassieren, es selbst als Parfum tragen oder wenn dein Hund den Geruch gut annimmt, ein lockeres Halstuch mit ein bis zwei Tropfen beträufeln und deinem Hund um den Hals hängen. Auch hier sollte er die Möglichkeit haben, das Tuch abstreifen zu können. Und dann gibt es noch meine Lieblingsmethode: Die Öle im Diffuser zu vernebeln. Lass auch hier die Tür auf, sodass dein Hund den Raum verlassen kann.

Dosierung: Bei kleinen Hunden empfehle ich 3-5 Tropfen verdünnt, bei großen Hunden 3-5 Tropfen reines Öl anzuwenden.

Verdünnen kannst du mit jedem hochwertigen Pflanzenöl, wie etwa Jojobaöl, Kokosöl oder auch Mandelöl.

Nun stellt sich nur noch die Frage, welches Öl du am besten verwenden solltest. Dies ist stark vom Tier abhängig und ich berate dich gerne dazu. Trotzdem stelle ich hier mal Greta und meine Top 3 der Entspannungsöle vor…

*Der Thalamus ist ein Türsteher im Gehirn, der entscheidet welche Sinneseindrücke wir bewusst wahrnehmen und welche weggefiltert werden

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